In meinem Hals steckt eine Weltkugel

Von Gerhard Meister
Premiere: 10. November 2018

Empfehlung für Schulvorstellungen: Klassenstufen 9-13

Nach einer aktuellen Umfrage sollen 42 Super-Vermögende so viel besitzen wie 3,7 Milliarden andere Menschen – nämlich die komplette ärmere Hälfte der Weltbevölkerung.
Was aber bedeutet dieses unerhörte Gefälle zwischen Arm und Reich und die Migration, die es auslöst, nun ganz konkret für mich, mein Denken, Fühlen und Handeln? Soll ich mein Handy wegschmeißen, weil ein Stücklein Coltan drinsteckt, das unter menschenunwürdigen Bedingungen abgebaut wurde? Soll ich eine Patenschaft für ein Kind in der dritten Welt übernehmen? Was kann ich dafür, dass mich die Hundekacke vor der Haustür mehr aufregt als zehn verhungerte Afrikaner? Was hat es zu bedeuten, dass Magenbandoperationen für Hunde üblich geworden sind?

Die vier Personen in Gerhard Meisters Stück versuchen den verzweifelt komischen Kraftakt, zwischen diesen Widersprüchen nicht verrückt zu werden.
IN MEINEM HALS STECKT EINE WELTKUGEL bezieht sehr klug und satirisch Stellung zur aktuellen Weltlage. Die Figuren und das Publikum zappeln zwischen Komik und Tragik, zwischen Verdrängung und Helfersyndrom.

Der Schweizer Autor Gerhard Meister schreibt Theaterstücke, Hörspiele und Spokenword-Texte, mit denen er selbst auf die Bühne geht. Für seine Stücke erhält er die Literaturpreise von Stadt und Kanton Bern sowie Stipendienaufenthalte in New York und Berlin. Mit dem Kabarett-/Comedy-/Performance-Duo „Geholten Stühle“, gewann er im Jahr 2000 den Salzburger Stier, den renommiertesten Kleinkunstpreis im deutschen Sprachraum.

Regie führt Bob Ziegenbalg, künstlerischer Leiter des überzwerg. Das Bühnenbild gestaltet er zusammen mit dem Saarbrücker Künstler Hans Adam.

Regie: Bob Ziegenbalg
Bühnenbild: Hans Adam, Bob Ziegenbalg
Video - Konzeption und Produktion: Philip Müller
Spiel: Nicolas Bertholet, Eva Coenen, Sabine Merziger, Reinhold Rolser
Spieldauer: N.N.